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Die Feste Donin
Die Feste, später Burg genannt, wird schon im Jahre 1040 erwähnt und spielte bis zu ihrer Zerstörung im Jahre 1402 eine
beherrschende Rolle im Gau Nisani, zwischen der Markgrafschaft Meißen und dem Königreich Böhmen. Auf dem Reichstag zu Merseburg wurde 1152 vom Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) diese Burganlage als
Reichslehn dem edlem Herrn Heinrich von Rötha übertragen, zum Schutz der nahe gelegenen Handelsstraße und vor den slawischen Völkern. Der edle Herr von Rötha nahm, wie allgemein üblich zu jener Zeit,
den Namen der Feste an: Don (Donin). Als Reichslehnverwalter waren sie nur dem Kaiser Rechenschaft schuldig und nicht den Markgrafen von Meißen und das wiederum gefiel den Markgrafen gar nicht. Über
250 Jahre saßen die erblichen Burggrafen von Dohna auf dieser Burg und verwalteten das Reichslehn. Durch ihre geschickte Politik, zwischen den Böhmen-Königen und den Markgrafen von Meißen, erwarben
sie weiträumige Land- und Waldflächen, eine große Anzahl von Dörfern und Rittergütern und erlangten große Macht, die dem Markgrafen von Meißen stets ein Dorn im Auge war. Die Dohnaer Burggrafen
besaßen ein eigenes Münzregal und prägten, neben den Böhmischen und Meißner Groschen, ihr eigenes Geld, die Brakteaten. Sie hatten auch eigene Ministeriale und den Vorsitz im berühmten Dohnaer
Schöppenstuhl. Ihren Untergang besiegelte eine Fehde 1385 in Dresden, die im Jahre 1402 das jähe Ende bedeutete.
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Erinnerungen zur Fehde
Vor 602 Jahren erfolgte am 19. Juni 1402 die Erstürmung der Einst so starken Feste Donin, in Anwesenheit vom Markgrafen
Wilhelm.
Es wird mit viel Fantasie über die Ursachen der Gründe des Niedergangs der Burg Dohna berichtet. Eine Menge von
Gerüchten sind im Umlauf, doch keines ist bezeugt. Erst nach drei Generationen berichtete, ausgerechnet einer der Körbüz, auf dem Fürstentag in Eger über den Fehdebeginn 1385 in Dresden darüber. Es
sollen die von Körbitz, Markgrafentreue gewesen sein, die das Unheil anrichteten. Denn im November 1385 fand am Hofe in Dresden ein Festball statt, wo dieser Zwischenfall eines von Körbitz mit Jan
von Donin passierte und der Anfang einer fürchterlichen Fehde begann. Heiße Kämpfe fanden zwischen den Körbitz und den Donins statt. Der Markgraf ließ Brücken abreisen und besetzte Dörfer, Dohna war
isoliert. Vom Frühjahr 1401 an belagert der Markgraf die Burg, bis er sie erstürmte. Die noch überlebenden Donins flüchteten. Anschließend wurden alle Wehranlagen und Gebäude geschliffen und nie
wieder aufgebaut. So die mündliche Überlieferung, nur über den tatsächlichen Ablauf stehen wir noch im Dunkel der Geschichte. Gerade jetzt sind neue Dokumente entdeckt worden, die noch entschlüsselt
werden müssen, und vielleicht wird es ein besseres Licht und ein genaueres Bild in dieser Affäre bringen. Mehrere Versuche der Burggrafen von Dohna, ihren Besitz wieder zu erlangen, blieben erfolglos.
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Aus den Farben des Burggräflichen Wappen gelb/blau entstand das heutige Stadtwappen Dohnas
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Mehr erfahren sie im Heimatheft >Stadt- Burg- und Heimatgeschichte Dohna< darüber.
Nachfragen und Bestellung unter Tel.: 0162/4656715 Fax.: 03501/518898
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