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Die Stadt Dohna
Dohna war die zweitälteste Stadt im Gau Nisan und ist gut 160 Jahre älter als die Landeshauptstadt Dresden es ist.
Dohna ist eine Kleinstadt am Eingang des romantischen Müglitztals - ein linkes Seitental der oberen Elbe und bildet das Tor zum
Osterzgebirge, unweit von der Landeshauptstadt Dresden und der Kreisstadt Pirna entfernt. Die ersten Ansiedlungen entstanden wohl im Schutz der Einst so mächtigen Feste Donin. Dohna hatte auch keine schützenden
Mauem und Wehrtürme und ist wahrscheinlich älter als es scheint. Die Stadt selbst wird im Jahre 1445 erstmals als solche bezeichnet, ihr ältestes Stadtsiegel stammt aus dem Jahre 1525. Ein Stadtrechtsiegel hat Dohna
nicht, wahrscheinlich ist dies bei den vielen Stadtbränden mit vernichtet worden. Es ist aber zu vermuten, dass Dohna sich systematisch zu einer Stadt entwickelt hat.
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Die historische Altstadt, auf dem Taschenberg gelegen, ist doch von Bergen umgeben, getrennt durch das Tal Müglitz. Der historische Markt
mit seinen ackerbürgerlichen Häusern und den querstehenden Scheunen im Hof, den Tür-/ Toreingängen bildet ein altertümliches Flair. Die Stadt hat auch viel leiden müssen, der Hunnenkrieg, der 30jährige-
und der 7jährige Krieg brachten viel Leid über die Bevölkerung. An den fürchterlichen Napoleonischen Krieg, besonders am 819. September 1813 als die napoleonische Armee die
russischen Korps aus der Stadt vertrieben und hier lagerten, erinnern an verschiedenen Häusern 21 eingemauerte Kanonenkugeln und einige Erinnerungstafeln. Mit den
Stadtbränden, der Pest, Dürren und Unwetter hatten auch die Dohnaer zu kämpfen.
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Unsere Stadt besitzt einen schönen, grünen und romantischen Marktplatz, der zum
Bummeln und Entdecken einlädt. Sehenswert ist die Postmeilensäule von 1731 auf dem Marktplatz, sie erinnert an die rege Postkutschenzeit. Das ehemalige Hospital am Markt
17 wird 1357 erwähnt, war eine Unterkunft für die weit herkommenden Wallfahrer zur Stadtkirche Dohna und diente bis 1927 noch als Feierabendheim für ältere Männer. Im
Jahre 1513 wurde das 1. amtssässige Gut der Burggrafen, am Markt 10, vom Herzog Georg von Sachsen in ein freies Mann- und Gnadenlehn umgewandelt, als Freigut. Der Besitzer
war befreit von Abgaben, Steuern und Einquartierungen. Das historische Gebäude, die „Alte Apotheke aus dem Jahre 1690" am Markt 2 beherbergt heute das Heimatmuseum Dohna.
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Besonders stark ausgeprägt und der wichtigste Ernährungsquell war im Ort die Landwirtschaft
, denn nicht nur ernährten sich die Bürger davon, sicherlich mussten auch sie die Herren auf die Burg beliefern. Als landwirtschaftlichen Hinweis zeugen die
Toreinfahrten und im Hof stehenden Scheunen am Markt noch.Die Stadt konnte sich auch eines großen Handwerks rühmen. Das Brauwesen wird im Jahre 1288 erstmals erwähnt
und besaß bis 1903 neben dem Brauhaus der Braugenossenschaft auf dem Markt noch bis zu 33 kleine Brauhöfe rund um den Markt.Die große Fleischerzunft, der Bankfleischer,
Fleischhauer und Fleischer, wird 1462 belegt. Das Privileg, die Residenzstadt Dresden mit Frischfleisch zu beliefern und schlachten zu dürfen, erhielten die Dohnaer Fleischer durch
die Jahrhunderte von den Kurfürsten stets erneut. Der Untergang der großen Fleischerinnung war mit dem Abriss der Fleischhallen 1895 in Dresden besiegelt. Das
Fleischerdenkmal auf dem Marktplatz, 1912 eingeweiht, erinnert an diese Fleischerinnung, die mit bis zu 42 Fleischermeistern in der Stadt tätig waren. Dohna hat heutzutage kein Fleischergeschäft mehr aufzuweisen.
Die Strohflechterei mit der Strohhut- und der Strohwarenherstellung wurde 1726
eingeführt. Bei dieser Tätigkeit war die ganze Familie beschäftigt und sie ernährte viele Menschen noch bis um 1910.
Die Brunnenweihe
Vor 93 Jahren, am 19. Mai 1912, war die Brunnenweihe der einst großen Fleisch- hauerinnung zu Dohna.
Nachdem das Brauhaus auf dem Marktplatz in Dohna wegen Baufälligkeit im Jahre 1905 abgerissen wurde, gestaltete man erstmals den Marktplatz gärtnerisch. Ein hiesiger
Ehrenbürger hatte ein beachtliches Kapital gestiftet und bestimmte, dass der Betrag als Grundstock zur Errichtung eines Zierbrunnens auf dem Markt dienen solle. Man war sich
noch nicht recht schlüssig, was für einen und aus welchem Anlass? Ein Platz wurde bei der Begrünung des Marktes eigens dafür freigehalten. 1910 entschließt man sich, ein Denkmal
zu setzen. Ein Denkmal zur Erinnerung an das Privilegium der Fleischhauerinnung zu Dohna sollte es sein. Das vor 446 Jahren der Kurfürst Friedrich der Sanftmütige den Dohnaer
Fleischern verlieh. Auf Empfehlung des Sächsische Ministeriums, welches auch 12.000 Reichsmark stiftete, wurde der Bildhauer Alexander Höfer aus Dresden beauftragt, ein
Modell für einen Zierbrunnen der Fleischerinnung zu fertigen. Der stellvertretender Bürgermeister Dr. Oskar Carl Lesche mit einigen Stadträten, dem Gestalter der Marktanlage
Gartenbaumeister Dr. Müller aus Dohna und der Bildhauer Alexander Höfer erschienen am 23.
März 1912 und berieten über das Zierbrunnenmodel. Das Modell gefiel, es gab keine
Einwände, so konnten die Arbeiten in Dresden beginnen. Die Erdarbeiten für den Zierbrunnen begannen zur gleicher Zeit, Wasserzuleitungen wurden verlegt, eine
Abwasserleitung führte zur Zisterne, die im unteren Teil der Marktanlage seit dem Brauhaus vorhanden war. Bei diesen Schachtarbeiten fand man Knochenreste und man
rätselte, woher diese stammen könnten. „Es war sicher die Zeit um 1813, genau am 8. und 9. September im napoleonischen Krieg. Als hier auf dem Markt ein Krankenzelt der
Franzosen aufgeschlagen war und da hat man wohl die verstorbenen Soldaten gleich an Ort und Stelle begraben.“ Am 19. Mai 1912 fand die feierliche Weihe unter großer
Anteilnahme der Bevölkerung statt. Die mit einem Festumzug durch die Stadt begann. Festmusik der Stadtkapelle, Gesangs- vorträge des Schulchores und die Weihereden
beendeten den Festakt. Der Brunnen ist ein achteckiges Sandsteinbecken mit Figur. Die Figur auf einem bronzenen Sockel, stellt einen kraftstrotzenden Fleischergesellen dar.
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Wenn ich sie neugierig gemacht habe, fahren sie mal hin und betrachten sie die Details der
schönen Figur, und wenn sie mehr darüber Wissen möchten, vermittelt ihnen der Ortschronist die weitere Geschichte der Fleischhauerinnung. Das Heimatheft „Die
Geschichte der Fleischhauerinnung zu Dohna“ kann dazu erworben werden.
Nachfragen und Bestellung unter Tel.: 0162/4656715 Fax.: 03501/518898
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