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Der Chronist der Stadt Dohna

Wie bereits erwähnt, werden wir Sie über das Aktuelle in unserer Stadt Informieren.

Wie sieht die Tätigkeit eines Chronisten aus?
Mit dieser Darlegung möchte ich kurz auf die Vielfalt der Aufgaben als Ortschronist aufmerksam machen. Auf das Wahrheitsempfinden in den täglichen Aufzeichnungen und in der Geschichtsschreibung muss ein hoher Stellenwert gelegt werden, kursiert doch eine Menge falscher Meldungen.

Solange die Menschen des Schreibens kundig sind, haben sie sich der schriftlichen Aufzeichnungen als Nachweis für Geschehenes bedient. Die ersten, die solche Aufzeichnungen kultivierten, waren die Griechen. Demzufolge war das Aufzeichnen einer Begebenheit oder von Ereignissen für den Geschichtsschreiber von alters her eine sehr wichtige und notwendige Tätigkeit. Wie könnten wir sonst das Leben und Tun der Menschen nachverfolgen? Wir wüssten nicht, wer wann lebte, wo was wann erbaut wurde, wir würden im Dunkel der Geschichte leben. Das, was wir heute über unsere Ahnen oder vom Altertum wissen, wäre ohne diese Leute nicht möglich. Sie waren wichtige Personen neben den Gekrönten, Kriegsherren und den Kirchenfürsten. Da kam es auch schon mal vor, dass es verschiedene Beschreibungen eines geschichtlichen Ereignisses gab, das heißt auch, sie schrieben die Ereignisse so, dass es ihren Herren auch gefiel: Wer wollte schon seinem Brotgeber missfallen? Heute sind Chronisten unabhängige Personen. Sie sollten auch nicht beurteilen, sondern das Geschehen so festhalten, wie es ist. Sie dokumentieren das örtliche Zeitgeschehen, Politisches und Soziales, sowie bauliche Veränderungen im Ort und auch in der Natur. Es steht außer Zweifel, dass heute ortschronistische und ortsgeschichtliche Tätigkeit in jeder Gemeinde und Stadt in unserer schnelllebigen Zeit nahezu eine Notwendigkeit ist und Anerkennung finden sollte.

Seit dem Oberlehrer Max Winkler (1935) hat unsere geschichtsträchtige Stadt Dohna keinen Chronisten mehr. Überlieferte Chronisten unserer Stadt waren Kantor Georg Spieß 1661-1710, Magister Christian Bartsch 1691-1740, Dr. Friedrich Möring 1804-1ß52 und Dr. Georg Schlauch 1900-1927. Sie haben nicht nur umfangreiche Aufzeichnungen hinterlassen, sondern waren auch bei der Entwicklung unserer Stadt maßgeblich beteiligt und sie wurden gehört.

Im Jahre 1990 bestellte die Stadt Dohna mit Herrn Kurt Woyack wieder einen Chronisten.

Wie umfangreich eine solche chronistische Arbeit ist, war mir bewusst. Heute kann ich auch sagen um eine gute Heimatgeschichte dokumentieren zu können, ist dies nur zu bewältigen, wenn jene Person, die sich zu solch einer verantwortungsvollen Aufgabe bekundet, Herz und Kopf und die Liebe zur Heimat vereinen kann.

Seit 1990 wurden sämtliche Veränderungen in der Stadt dokumentiert. Im Heimatmuseum, Staatsarchiv Dresden, in zahlreichen Pfarrarchiven wurde zur Heimatgeschichte Dohna umfangreiche Nachforschungen betrieben und aufgearbeitet. Nach den vielen Jahren dieser Forschungsarbeit und Zuordnungen zu den einzelnen geschichtlichen Begebenheiten in Dohna, konnte und erlaubte ich mir das erste heimatgeschichtliche Heftchen seit 1935 zu erstellen. So erschien 1998 das Heimatheft mit dem Titel >Burg- Stadt- und Heimatgeschichte Dohna<.

Es folgten die Heimathefte

Dohna 2 >Das Feuerlöschwesen< – Entstanden zum 120jährigen Jubiläum der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Dohna.

Dohna 3 >Die Entstehungs< – und Baugeschichte der St. Marienkirche zu Dohna < In diesem Heimatheft ist ausschließlich die Arbeiten von Menschen beschrieben die das wunderschöne Bauwerk und die Innenausstattungen geschaffen haben und beteiligt waren.

Dohna 4 >Der Marktplatz 2000< – Die Entstehung, seine Geschichte mit den Bauwerken rund um den Marktplatz und die Erneuerung im Jahre 2000.

Dohna 5 >Das Postwesen< - Vom Ursprung der ersten Nachrichtenübermittlung, dem Postkutschenverkehr auf der alten Poststraße und im Müglitztal, bis zum Untergang des Postamtes in Dohna.

Dohna 6 >Dr. Oskar Lesche< – Wer war der Mann? Es ist eine Biographie mit einer Ahnentafel seiner Familie. Dem als Dank und Anerkennung 1912 eine Straße nach ihm benannt wurde, die Leschestraße

Dohna 7 >Die Fleischer- und Fleischhauerinnung< – Von der ersten Erwähnung vor 540 Jahren bis zu ihrem Niedergang im Jahre 1992. Der Fleischerbrunnen auf dem Marktplatz erinnert daran.

Dohna 8 >Das Hochwasser im August 2002< – Es war eine enorme Herausforderung und eine tragische zugleich. Die betroffenen Menschen holten mich in ihre von den Fluten zerstörten Wohnungen hinein, fotografieren und dokumentieren sie die Verwüstungen der Flut, damit es allen erfahren, war ihre Meinung.

Dohna 9 >Das Geläut< – Der Kirchgemeinde Dohna wurden im Jahre 2001 das läuten der Stahlgussglocken verboten und diese Dokumentation verhalf der Kirchgemeinde zu Fördermittel ihren neunen Glocken.

Dohna 10 >Der Boden unserer Heimat< eine Geologische Abhandlung

Dohna 11 >Die Archäologie in und um Dohna< über Grabungen und Funde in der Stadt

Dohna 12 >Die Autobahn durch Dohna< Idee, Bau und Wirklichkeit.

Alle Heimathefte sind reichlich mit Bildern und Fotos bestückt und behandeln die Geschichte im jeweiligen Heft von ihrer ersten Erwähnung bis zu ihrem Untergang oder dem Jetztstand. Sie finden guten Anklang in der Bevölkerung und können erworben werden. Das ideale Geschenk!
Wenn Sie Ihrer Heimatstadt wieder mal einen Besuch abstatten, dann rufen Sie an. Ich empfehle Ihnen eine Stadt- oder Kirchenführung oder einen Power- Point Bildvortrag zur Heimatgeschichte.

          Tel.: 0162/4656715 Fax:03501/518898

Zu der schriftlichen ist die fotographische Dokumentation, in unserer Neuzeit ein wichtiger Faktor bei der Festhaltung von Ereignissen, hinzugekommen.

Nicht nur mit der generellen Sanierung 2001 bis 2003 im und am Kirchturm mit den neuen Glocken stand eine neue, aber schöne Herausforderung des Chronisten bevor, sondern auch das gewaltige Unterfangen mit dem Bau der Bundesautobahn A17 seit 2001. Zu diesem Thema sind schon ab 1999 von der noch unberührter Natur Fotos entstanden, die es heute so nicht mehr gibt. Vierzehntägig bin ich von der Lockwitztalbrücke bis zum Autobahnanschluss am Feistenberg die Trasse abgelaufen, habe den Bauablauf fotografiert und dokumentiert. Aus diesem interessanten Thema entstand das Heimatheft „Die Autobahn durch Dohna". Dem Autobahnbau sind archäologische Grabungen vorangegangen die ebenfalls akribisch dokumentiert wurden und es entstand das Heimatheft >Die Ausgrabungen in und um Dohna<. Das Heft beinhaltet auch die Funde seit 1805.

Ihr Ortschronisthoch1
Kurt Woyack

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